{"id":852,"date":"2023-07-18T13:58:56","date_gmt":"2023-07-18T11:58:56","guid":{"rendered":"https:\/\/mia-prom.de\/?p=852"},"modified":"2023-07-18T16:44:31","modified_gmt":"2023-07-18T14:44:31","slug":"zweites-treffen-des-patientinnen-beirats","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mia-prom.de\/?p=852","title":{"rendered":"Zweites Treffen des Patient*Innen-Beirats"},"content":{"rendered":"\n<p>Gute Nachrichten! Der Patient*Innenbeirat des MIA-PROM-Projekts hat k\u00fcrzlich seine zweite Sitzung abgehalten und sich dabei auf zwei wichtige Themen konzentriert: die Auswahl von PROM-Fragen (Patient-Reported Outcome Measures), die in dem Projekt erhoben werden sollen und die Diskussion \u00fcber die soziale Rolle und Identit\u00e4t des Assistenzsystems.<\/p>\n\n\n\n<p>Das MIA-PROM-Projekt setzt auf die Einbeziehung der Nutzenden in den Entwicklungsprozess, um sicherzustellen, dass die neuen Technologien ihren Bed\u00fcrfnissen entsprechen und positive Auswirkungen haben. In der Vergangenheit wurden Entscheidungen \u00fcber Technologien oftmals getroffen, ohne die tats\u00e4chlichen Nutzer*Innen zu ber\u00fccksichtigen, was zu unbeabsichtigten Folgen und manchmal sogar zu geringer oder keiner Akzeptanz bei Nutzenden f\u00fchrte. Um dies zu vermeiden, verfolgt das Projekt einen partizipativen Ansatz und arbeitet eng mit dem Patient*Innenbeirat zusammen. Bei seinem ersten Treffen am 30. M\u00e4rz 2023 kam der sechsk\u00f6pfige Beirat, dem Patienten und medizinisches Fachpersonal angeh\u00f6ren, in Berlin zusammen, um sich vorzustellen und kennenzulernen. Sie tauschten sich \u00fcber ihre individuellen F\u00e4higkeiten, Interessen und Erfahrungen aus und besprachen die Grundideen des Projekts. Dabei ging es vor allem darum, wie sich der Beirat aktiv in das Projekt einbringen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten Sitzung am 11. Mai befasste sich der Beirat mit der wichtigen Aufgabe, PROM-Fragen auszuw\u00e4hlen. Diese Fragen sind von entscheidender Bedeutung, da sie dazu beitragen, wertvolle Erkenntnisse \u00fcber die Gesundheit und das Wohlbefinden der Patienten direkt von ihnen zu erhalten \u2013&nbsp;sie m\u00fcssen also sowohl zweckm\u00e4\u00dfig als auch relevant sein. Der Beirat hat dabei etwa beschlossen, die Fragen st\u00e4rker an Ressourcen zu orientieren anstatt an Defiziten, um den Befragten ein besseres Gef\u00fchl w\u00e4hrend der Erhebung zu vermitteln. Ebenso wurden konkrete, von uns vorgeschlagene Items \u2013&nbsp;etwa zur Mobilit\u00e4t \u2013&nbsp;ausgelassen, da diese als nicht allgemein zutreffend wahrgenommen wurden. Etwa in der Frage nach der Bef\u00e4higung zum Autofahren. Zudem wurden weitere Themenbereiche identifiziert, die wir in den Fragebogen aufnehmen \u2013&nbsp;etwa die Frage nach Haustieren oder auch der Sexualit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte des Treffens haben wir versucht, gemeinsam die soziale Rolle und Identit\u00e4t des Assistenzsystems zu bestimmen, um sicherzustellen, dass das System benutzerfreundlich und dem Kontext angemessen gestaltet ist. Die Frage der Identit\u00e4t, also dem, was das System als k\u00fcnstlichen Agenten auszeichnen soll (so auch die Frage der \u00e4u\u00dferen Erscheinung: Tier, Mensch oder Roboter?), war dabei die schwierigere von beiden Fragen. So soll es zudem kompetent, aber auch ansprechend und niedlich sein, sodass Patient*Innen eine emotionale Verbindung aufbauen k\u00f6nnen. Nach eingehender Diskussion wurde beschlossen, diese Frage zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt \u2013&nbsp;anhand von konkreten Beispielen \u2013&nbsp;zu entscheiden. Bez\u00fcglich der sozialen Rolle des Agenten, also der Frage, ob es etwa als Expert*In oder als Freund*In auftreten soll, gab es ein eindeutigeres Votum des Patient*Innenbeirats und zwar f\u00fcr die Rolle der befreundeten \u00c4rzt*In. Die befreundete \u00c4rzt*in zeichnet sich dadurch aus, \u00fcber eine gro\u00dfe Kompetenz im medizinischen Bereich und damit auch den Fragebogen zu verf\u00fcgen, zugleich soll sie aber nicht in einer rein institutionellen Rolle im Gespr\u00e4ch mit der Patient*In erscheinen, sondern eher als befreundete Person, die auch auf einer informellen \u2013&nbsp;vertrauteren \u2013 Ebene kommunizieren kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Einen besonderen Dank m\u00f6chten wir an dieser Stelle an Frau <a href=\"https:\/\/ronda-ringfort.de\/\">Ringfort-Felner<\/a> aussprechen, die uns Rollenkarten f\u00fcr Assistenzsysteme zur Verf\u00fcgung gestellt hat, die wir in unserer Sitzung nutzen durften. Die zugrunde liegende NordiCHI Publikation finden interessierte Leser*Innen <a href=\"https:\/\/dl.acm.org\/doi\/abs\/10.1145\/3546155.3546699\">hier<\/a>, ein Link zur Arbeitsgruppe in Siegen <a href=\"http:\/\/www.experienceandinteraction.com\/blog\/\">hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Sitzung endete mit einem gemeinsamen Abendessen in freundschaftlicher Atmosph\u00e4re. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Onlineformat, um die angesto\u00dfenen Entscheidungen weiter zu verfolgen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gute Nachrichten! Der Patient*Innenbeirat des MIA-PROM-Projekts hat k\u00fcrzlich seine zweite Sitzung abgehalten und sich dabei auf zwei wichtige Themen konzentriert: die Auswahl von PROM-Fragen (Patient-Reported Outcome Measures), die in dem Projekt erhoben werden sollen und die Diskussion \u00fcber die soziale Rolle und Identit\u00e4t des Assistenzsystems. 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